Steckbrief der Bibliotheksgesellschaft Hameln


Wer wir sind

♦ ein gemeinnütziger Verein, gegründet 1983
♦ eine Gesellschaft, die öffentliche Bibliotheken und Leseprojekte in Hameln fördert
♦ ein Regionalverband im Rahmen der Bibliotheksgesellschaft Niedersachsen
♦ über 200 engagierte Bürger und Bürgerinnen, die sich für Buch- und Lesekultur einsetzen


Was wir wollen

♦ das kulturelle Leben in Hameln bereichern, z. B. durch Lesungen, Buchpräsentationen, Inszenierungen, Ausstellungen, Projekte aller Art
♦ die Lese- und Medienkultur fördern und entwickeln, und zwar aufsteigend vom Vorlesealter an
♦ die Büchereien vor Ort materiell und ideell unterstützen: Stadtbücherei Hameln, Orts-, Kirchen-, Krankenhaus-  und Schulbüchereien


Was wir machen

♦ Wir organisieren regelmäßig „Matinéen in der Pfortmühle“ (an einem Sonntag um 11.15 Uhr).
♦ Wir laden ein zur „Literarischen Stunde“, und zwar werden jeweils an einem Mittwoch um 10.15 Uhr in der Stadtbücherei in der Pfortmühle Bücher präsentiert (Eintritt frei).
♦  Wir veranstalten ein bis zweimal im Jahr den „Markt alter Bücher“: Gespendete Bücher werden zu einem niedrigen Preis und guten Zweck verkauft (jetzt im Bahnhof Hameln). Zusätzlich öffnen wir dort unseren Büchermarkt i. d. R. am ersten Samstag eines jeden Monats.
♦ Wir fördern und sponsern Projekte, z..B. Lese- und Schreibwettbewerbe, den Rattenfänger-Literaturpreis, mediale Präsentationen, etc.

Wo Sie uns finden

♦ in der Stadtbücherei in der Pfortmühle, 31785 Hameln, Sudetenstr. 1
♦ im Internet unter www.bg-hameln.de
♦ per E-Mail unter bg.hameln@googlemail.com


Wir freuen uns auf Ihren Besuch


Kurzporträt von Bernd Bruns


Sie gibt es seit 1983 - die Bibliotheksgesellschaft Hameln, damals die 5. in Niedersachsen und heute mit mehr als 200 Mitgliedern eine der größten des Landes. Unsere Dachgesellschaft finden Sie unter www.bg-nds.de.

Damals fanden sich auf Anhieb ca. 40 engagierte Bürger der Stadt zusammen, um zu protestieren


gegen drohende Kürzungen im Bereich Kultur in Stadt und Land
gegen die geplante Einführung von Benutzergebühren
gegen die räumliche Enge der im Hochzeitshaus eingepferchten Stadtbücherei.

Es entstand eine Fördergesellschaft, eine Lobby für die Stadtbücherei Hameln, die sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen wusste, die kämpfte für eine bessere Unterbringung und Ausstattung der Stadtbücherei (Erhalt des Baudenkmals Pfortmühle und dessen Umgestaltung zu einer modernen Medienzentrale), die durch vielerlei Aktionen auf sich aufmerksam machte und macht und heute nicht mehr aus dem kulturellen Leben der Stadt Hameln wegzudenken ist.

Welcher Art sind nun die Aktivitäten der Bibliotheksgesellschaft Hameln, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen stattfinden?


die Literarische Stunde: einmal im Monat stellen zwei literarisch versierte Damen Werke der Weltliteratur vor.
die "Matinée in der Pfortmühle" : an einem Sonntagvormittag (in monatlichen Abständen) liest ein Autor aus seinen Werken, referiert ein Experte oder findet ein literarisch-kulturelles "Event" statt.
der Markt alter Bücher i.d.R. einmal im Jahr (an mehreren Tagen) werden gespendete Bücher verkauft, eine Aktion, die inzwischen bereits überregionalen Zuspruch/Zulauf findet.
die "Präsentation von Neuerscheinungen" in der Adventszeit werden in Kooperation mit der Bücherstube Seifert neue Werke des jeweiligen Bücherherbstes vorgestellt.

Wie finanziert sich die Bibliotheksgesellschaft Hameln?

durch die Mitgliederbeiträge. Diese sind bewusst niedrig gehalten, um möglichst viele Mitstreiter zu gewinnen:

  - Jahresbeitrag für Erwachsene: 15 €
  - Jahresbeitrag für Familien: 20 €
  - Jahresbeitrag für Schüler, Studenten, Azubis: 5 €


durch die Eintrittsgelder: Die Mitgliedschaft ermächtigt zum ermäßigten Eintritt bei den Veranstaltungen der Bibliotheksgesellschaft.

durch Spenden und Zuwendungen

durch den Erlös des Bücherverkaufs ("Markt alter Bücher").

Wen , was und wie fördert die Bibliotheksgesellschaft Hameln?

Gemäß unserer Satzung unterstützt sie die Hamelner Bibliothekseinrichtungen, und zwar jeweils projektbezogen (an erster Stelle die Stadtbücherei, ferner die Krankenhausbücherei, Pfarrgemeindebüchereien, Schulbüchereien). So sind bereits seit Bestehen ca. 40 000 € für konkrete Fördermaßnahmen geflossen. Sie reichen, um nur einige wenige zu nennen, von der Bücherkiste (themenbezogene Büchersammlungen für Vor- und Grundschule, Projekt Leseförderung) bis zum Bücherwagen (für die mobile Krankenhausbücherei), vom Steh- und Lesepult bis zum Projekt "Online Public ACces" der Stadtbücherei, vom Buch-Cleaner bis zur Anschub-Finanzierung schulischer Lesewerkstätten.

Seit sechs Jahren unterstützen wir auch den Rattenfänger-Literaturpreis der Stadt Hameln mit jeweils 1000,- €.

Wir sind stolz, durch unsere ehrenamtliche Tätigkeit und ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel einen Beitrag zur Förderung der Lesekultur und zum kulturellen Leben der Stadt Hameln zu leisten. Wir kooperieren, soweit dies möglich ist, mit anderen Organisationen oder Institutionen (Forum Hameln, theater hameln, Kunstkreis Hameln, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Deutsch-Französische Gesellschaft, den örtlichen Buchhandlungen und Verlagen) und werden immer da unseren Beitrag leisten, wo es darum geht, dem Buch, der Literatur, kurz: der Kultur Gehör und Gewicht zu verleihen.



25 Jahre Bibliotheksgesellschaft Hameln

Begrüßungsrede von Bernd Bruns, 1. Vors. der bg Hameln (23.11.2008)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
Ich möchte sie alle heute Morgen ganz herzlich begrüßen zur Feier des 25. jährigen Bestehens der Bibliotheksgesellschaft Hameln. Ich freue mich sehr darüber, dass Sie heute gekommen sind, um mit uns dieses Jubiläum zu begehen.
  Gestatten Sie mir, dass ich Sie nicht alle namentlich willkommen heißen kann, Sie sind uns alle gleich lieb und wert. Eine Ausnahme möchte ich nur bei zweien unserer Gäste machen, die auch nach mir kurze Grußworte sprechen werden. Das ist einmal die OBM` dieser Stadt, Frau Susanne Lippmann, und zum anderen Herr Dr. Lutz Tantow aus Braunschweig, der 1. Vorsitzende der Bibliotheksgesellschaft Niedersachsen, also unserer Muttergesellschaft. Seien sie uns beide herzlich willkommen!

Wir bedanken uns beim Hausherrn, dem Leiter der Stadtbücherei, Herrn Bernhard Greten, und seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, dass wir hier in der Pfortmühle Gäste sein dürfen und dies schon seit dem Umzug der Stadtbücherei in diese ehemalige Roggenmühle.

Meine Damen und Herren, 25 Jahre alt zu werden, bedeutet zwar nicht, ein biblisches Alter erreicht zu haben, aber wir sind dennoch stolz darauf, auf ein Vierteljahrhundert zurückblicken zu können, eine Zeit, in der wir versucht haben, uns hier in Hameln und Umgebung Gehör zu verschaffen, einzutreten für die Förderung der Lesekultur und des Bibliothekswesen vor Ort , kurz stolz darauf,  das  Kulturleben insgesamt bereichert zu haben.

Ich möchte hier nicht den Werdegang unserer bg nachzeichnen oder Ihnen einen Bericht abstatten über unsere Tätigkeiten. Dies können Sie, wenn Sie wollen, in unserer Festschrift nachlesen, die wir eigens für dieses Jubiläum zusammengestellt haben und die Sie auch kostenlos am Ende der Veranstaltung mit nach Hause nehmen können. Sie enthält neben der Fortschreibung der Geschichte unserer Gesellschaft auch literarische und wissenschaftliche Beiträge, die – so hoffen wir – von Interesse sein werden. Hingewiesen sei hier nur z.B. auf den autobiographischen Essay des Schriftstellers Henning Boëtius (Berlin) zu unserem 20 jährigen Bestehen, der hier zum ersten Mal veröffentlicht wird. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch bei den Sponsoren bedanken, die uns bei der Finanzierung dieser Broschüre unterstützt haben.

Meine Damen und Herren, wenn ich schon einmal bei des sog. Danksagungen bin, dann sind es in erster Linie unsere treuen Mitglieder, die diesen Dank verdient haben und durch ihre Beiträge, den Besuch unserer Veranstaltungen oder die tätige Mithilfe unsere Arbeit ermöglichen. Besonders danken möchte ich hier unseren beiden Damen, Frau Gisela Buchholtz und Frau Annemarie Müller-Steinbrecher, die nun schon über so viele Jahre die monatliche Reihe „Literarische Stunde“ in eigener Regie durchführen.

Bedanken möchte ich mich auch bei der e.on Westfalen Weser AG, die uns unentgeltlich einige Räume zur Lagerung unserer gesammelten Bücher zur Verfügung gestellt hat, und besonders bei der Jugendwerkstatt Hameln, die uns nicht nur Lagermöglichkeiten für unsere Bücher vorhält, sondern auch den nötigen Platz, um unseren „Markt alter Bücher“ zu veranstalten und auch, wenn nötig, uns personell unterstützt.  Und sie werden wahrscheinlich wissen, dass dieser Büchermarkt – und in diesem Herbst wurde er zum 28. Mal von uns organisiert – im wesentlichen unser finanzielles Rückgrat darstellt, denn aus den Erlösen der uns gespendeten Bücher finanzieren wir zu großen Teilen unsere Arbeit: einmal die kulturellen Veranstaltungen, d.h. unsere „Matinéen in der Pfortmühle“, und zum andern unsere eigene Sponsorentätigkeit als Fördergesellschaft der Bibliotheken bzw. Büchereien vor Ort.

Bedanken möchte ich mich weiterhin für die Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Hameln, vor allem bei Frau Ellen Greten, die uns dabei geholfen hat, unsere Homepage, d.h. unsere Internetpräsenz, zu gestalten oder zu aktualisieren. Auch Frau Franziska Boegehold gilt unser Dank, nicht nur für ihren jahrelangen unermüdlichen Einsatz beim „Markt alter Bücher“, sondern auch dafür, dass sie unsere Mitgliederliste auf den neuesten edv-tauglichen Stand gebracht hat.

Meine Damen und Herren, als Fördergesellschaft des Bibliothekswesens konnten wir in den vergangenen Jahren einiges – so glauben wir – Gutes tun. Unser Hauptaugenmerk gilt dabei naturgemäß unserer hiesigen Stadtbücherei, deren Arbeit wir – vor allem im Bereich der Kinder und Jugendlichen -  finanziell unterstützen konnten und können. Aber auch Gemeinde- und Ortsbüchereien fanden bei uns eine offene Hand, wenn sie um Zuwendung baten. Selbst die Stadt Hameln wurde von uns unterstützt, als es darum ging, den Rattenfänger-Literaturpreis mitzufinanzieren. Wir waren und sind auch weiterhin bereit, diesen, wie wir meinen, wichtigen Literaturpreis mit jeweils 1000 € zu sponsern, damit er auch in Zukunft verliehen werden kann und den Namen dieser Stadt hinausträgt als den einer Stadt, die sich der Kultur gegenüber nicht verschließt.

Und dies ist gleichzeitig unsere Bitte – gerichtet an diejenigen, die in Politik und Verwaltung hier vor Ort Verantwortung tragen –, die Leistungen, die auf dem kulturellen Sektor erbracht werden, nicht zu schmälern, die entsprechenden Ausgaben nicht herunterzufahren und in Zeiten knapper öffentlicher Kassen (aber: wann gab es mal andere Zeiten?) nicht zu vergessen, dass Kultur für die Menschen ein lebensnotwendiges, also ein Lebensmittel ist und dass dies seinen Preis hat, also nicht kostenlos zu haben ist. Ich appelliere deshalb an alle Verantwortlichen, weiterhin und verstärkt in Kultur und Bildung ideell und materiell zu investieren, denn diese Ausgabe sind in die Zukunft gesehen sinnvolle Investitionen, die reichlich Früchte (ich sage bewusst nicht Zinsen) tragen werden.

Lassen Sie mich am Ende meiner Begrüßungsrede im Sinne der Sponsorentätigkeit der bg Hameln ein sichtbares Zeichen setzen. Die bg möchte anlässlich ihres Jubiläums der Stadtbücherei Hameln zur Effektivierung ihrer Arbeit gerade im Bereich der Bibliothekspädagogik einen Beamer schenken, um dadurch zeitgemäße computergestützte Präsentationen zu ermöglichen. Lieber Herr Greten, ich überreiche Ihnen hiermit das Gerät und hoffe, dass es entsprechend sinnvoll eingesetzt werden kann.

Last, not least möchte ich die beiden Schauspieler aus Köln begrüßen, die heute den Hauptprogrammpunkt gestalten: Frau Ute Maria Lerner und Herrn Mark Weigel. Sie werden uns auf die Spur der beiden Thomas-Mann-Kinder, Erika und Klaus Mann, setzen und ihre szenische Lesung mit Musik begleiten unter dem Titel: „Ruhe gibt es nicht, bis zum Schluss“. Wir freuen uns auf ihre Darbietung.

Doch zunächst möchte ich unserer OBM` Susanne Lippmann das Wort erteilen.




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