Ulrike Offenberg:

Kauffrau, Mutter, Schriftstellerin: Glückel von Hameln (1646-1724)


Im Alter von 12 Jahren wurde das Hamburger Mädchen Glückel mit dem nur wenig älteren Chaim aus Hameln verlobt. Als sie 14 war, fand hier die Hochzeit statt, und das junge Paar lebte bei den hiesigen Schwiegereltern. Später zogen Chaim und Glückel nach Hamburg, wo sie 14 Kinder zur Welt brachte und ihr Mann ein angesehener Kaufmann wurde. Nach Chaims Tod führte sie das Geschäft selbst weiter und agierte in einer für eine Frau ungewöhnlichen Eigenständigkeit als Oberhaupt der Familie.

Bekannt wurde sie durch ihre Memoiren, die erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt und veröffentlicht wurden. Ursprünglich als Familienerinnerungen nur für ihre Kinder verfasst, geben sie tiefen Einblick in jüdisches Leben im 17. und 18. Jahrhundert, in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte Norddeutschlands, in Kindererziehung, Frömmigkeit, Alltagsleben.
 
Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg wird diese ungewöhnliche Frau und ihre Lebenswege zwischen Hamburg, Hameln und Lothringen vorstellen.
 
Dr. Ulrike Offenberg
ist seit 2016 Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde Hameln. Sie hat in Berlin, Potsdam und Jerusalem studiert, ist auch Historikerin und neben ihrer Gemeindearbeit publizistisch, als Übersetzerin, an der Uni Leipzig und im interreligiösen Austausch tätig.



Sonntag, den 15. März  2020

Beginn: 11.15 Uhr  („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 7,- € für Mitglieder (sonst 9, - €)

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