Das Poetische und
das Erotische stehen in einer
ewigen Wechselwirkung.
Olaf Bull, norwegischer Lyriker
Herzlich willkommen zu unseren Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2026
Alle Veranstaltungen finden, wenn nicht anders angekündigt, in der Stadtbücherei Hameln in der Pfortmühle, Sudetenstr. 1, 31785 statt.
Matinée in der Pfortmühle
Film
Die Alpen – unsere Berge von oben
Sonntag, den 8. Februar 2026
Beginn: 11.15 Uhr („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 3,- € für Mitglieder (sonst 5,- € )

Faszinierende Reise über das Dach Europas“. Der Blick aus der Vogelsicht eröffnet ganz neue Perspektiven der majestätischen und vielfältigen Welt der Alpen. Unsere Heimat, die wir glauben zu kennen, ist von oben kaum wieder zu erkennen: Serpentinen werden zu abstrakten Gemälden, Bilder von Felsformationen erinnern an Mondlandschaften und Bergdörfer sehen aus wie Puppenhäuser.
Die Expedition aus der Luft geht u. a. über die Dolomiten, den Mont Blanc, das Allgäu oder den Aletschgletscher, die uns in der vollen Pracht ihres Panoramas präsentiert werden.
Zugleich richtet DIE ALPEN - UNSERE BERGE VON OBEN unseren Blick auch auf die Geschichte und die Geographie dieses Gebirges. Der Film zeigt, wie einzigartig und schützenswert unsere Bergwelt ist und wie der Mensch versucht, sich diesen Naturraum zu eigen zu machen.
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Marianne Ludes
Trio mit Tiger
Sonntag, den 8. März 2026
Beginn: 11.15 Uhr („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 7,- € für Mitglieder (sonst 12,- € )

Anlässlich des 75. Todestags von Max Beckmann 2025 erscheint mit „Trio mit Tiger“ der erste Roman über das Leben des berühmten Künstlerpaares Beckmann – erzählt aus der Perspektive Mathildes, „Quappis“ Beckmann.
Autorin Marianne Ludes hatte dafür als erste Autorin Zugang zu Quappis unveröffentlichten Tagebüchern. Amsterdam, 1942: Schon fünf Jahre leben Max Beckmann und Quappi, im Exil. Besonders Max setzen die ständige Unsicherheit und Beschneidung der persönlichen Freiheit zu, doch Quappis Zuversicht und Organisationstalent ermöglichen weiterhin sein Schaffen. Unterstützung erfährt Max durch den mysteriösen deutschen Kunsthistoriker Erhard Göpel, der für den „Sonderauftrag Linz“ tätig ist. Er soll Bilder für ein von Hitler geplantes Kunstmuseum zusammentragen. Göpel ist glühender Verehrer Beckmanns, aber auch Nationalsozialist. Die Bedrohung für die Beckmanns und ihre jüdischen Freunde wächst...
Kundig, unterhaltsam und spannend erzählt die Autorin, Kulturvermittlerin und Kuratorin Marianne Ludes aus dem Leben der Beckmanns in den Jahren 1941/1942 und von einer eigenwilligen, historisch verbürgten Freundschaft mit dem Kunsthistoriker Erhard Göpel. Mit „Trio für Tiger“ setzt die Autorin Quappi Beckmann ein literarisch berührendes Denkmal.
Marianne Ludes hat nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften gemeinsam mit ihrem Mann ein großes Architekturbüro aufgebaut. 2023 gründeten sie die gemeinnützige Stiftung Ludes. Daneben engagiert sich Marianne Ludes ehrenamtlich im kulturellen Bereich, insbesondere für das Literatur Festival Potsdam und die Staatsoper Unter den Linden. Außerdem erschien von ihr bisher: „Ludwig Jacobs – oder das verschwundene Leben“ (Hanser Verlag,2021). Marianne Ludes lebt in Potsdam.
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Norwegische Aphorismen über Natur, Land und Leute
Sind die Wolken Schatten der Engel?
Sonntag, den 29. März 2026
Beginn: 11.15 Uhr („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 7,- € für Mitglieder (sonst 12,- € )

Über Norwegen – das ‚Land der schmalen Fjorde‘ – sind viele Klischees im Umlauf. Es sei die Heimstatt rechtschaffender, glücklicher Menschen in überwältigender Natur, ein gutfunktionierender Sozialstaat, ökologischer Vorreiter und Ort des Friedensnobelpreises. Da tuckert die Hurtigruten die Westküste hinauf und hinab; Elche bevölkern die weit ausgestreckten Wälder; Fjells, Seen und Schären formen idyllische Urlandschaften; rentierzüchtende Nomaden stimmen unter dem Nordlicht ihren Jojk an, vom Mythos der Wikinger ganz zu schweigen. Im Aphorismus, der wohl eigensinnigsten literarischen Gattung, die in Norwegen eine zwar junge, aber umso produktivere Geschichte hat, stellt sich all das jedoch anders dar. Die hier im Original wie in deutscher Übersetzung präsentierten Autoren, auch Autorinnen haben schon länger ein gebrochenes bis ungnädiges Verhältnis zu ihrem Land und dessen Bewohnern. Allerdings können sie sich der Faszination ihrer Umwelt nicht entziehen ...
Die Lesung erfolgt aus: Elisabeth Turvold & Alexander Eilers (Hrsg.): Trollhaufen. Norwegische Aphorismen.Würzburg: Königshausen & Neumann, 2025.388 Seiten
Elisabeth Turvold, geb. 1963 in Sarpsborg/Norwegen, aufgewachsen in Deutschland, studierte Geschichte, Kunstgeschichte und englische Philologie, schreibt selbst Aphorismen und befasst sich künstlerisch mit Zeitungscollagen, lebt und wirkt heute in Grünberg Oberhessen.
Alexander Eilers, geb. 1976 in Fulda, promovierter Literaturwissenschaftler, Übersetzer sowie Herausgeber, arbeitet als Gymnasiallehrer und beschäftigt sich – theoretisch wie praktisch – vor allem mit der Gattung des Aphorismus, lebt mit seiner Frau in HessischOldendorf.
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Adrian "Credo" Scholz
Emotionen
Sonntag, den 26. April 2026
Beginn: 11.15 Uhr („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 7,- € für Mitglieder (sonst 12,- € )

Nicht einfach über sich selbst zu schreiben! Ich würde sagen … ich bin ich! Die Summe meines bisherigen Lebens. Norddeutsch, klar, ehrlich! Genau wie meine Geschichten: mal lustig, mal berührend, mal traurig.
Seit 2015 bin ich mit diesen Geschichten, im Poetry Slam üblichen 5 Minutentakt, auf diversen Bühnen in Niedersachsen, Hamburg und Bremen, ganz erfolgreich unterwegs gewesen. Eine spannende Zeit sich auszuprobieren. Jetzt sind neue Zeiten mit neuen Herausforderungen!
Adrian „Credo“ Scholz, Poetry-Slammer und Satiriker, liest aus seinem Buch „Emotionen“. Er resümiert sein Leben als in den Neunzigern Geborener mit all seinen Emotionen, die wiederbelebt und getriggert werden durch bestimmte Gerüche oder auch Musik dieser Zeit. Auf diese Emotionen - mal heiter, mal berührend, mal an den Kopf adressiert, mal ans Herz - blickt er augenzwinkernd zurück.
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Die "Rintelner Lesefreunde" gastieren wieder bei uns
Demokratie - Nichts lieber als das
Sonntag, den 17. Mai 2026
Beginn: 11.15 Uhr inkl. Pause (Überlänge) („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 7,- € für Mitglieder (sonst 12,- € )

Viele Menschen – nicht nur – in Deutschland haben den Eindruck, unsere demokratische Staatsform sei „naturgegeben“. Dabei übersehen sie, dass sie auch hier – vor allem durch rechte Gruppierungen – immer massiver in Frage gestellt wird und unter Druck gerät; in vielen anderen Staaten ist das noch stärker zu beobachten.
Unter der Überschrift „Demokratie – nichts lieber als das“ haben daher die „Rintelner Lesefreunde“ ein Programm zur Thematik gestaltet. Es stellt eine Mischung aus älteren und neueren Texten dar (bis zurück zu Thomas Morus), von ernsten und humorvollen Stücken (Einiges von Tucholsky, aber auch von Dieter Hildebrandt und Hanns Dieter Hüsch); auch ein kleiner philosophischer Exkurs zum Stichwort Demokratie ist darin enthalten. Musikalische Einschübe von Monika Perrey am E-Piano lockern die Texte zusätzlich auf.
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Carolin Otto
Berchtesgaden
Sonntag, den 14. Juni 2026
Beginn: 11.15 Uhr („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 7,- € für Mitglieder (sonst 12,- € )

Ein Land zwischen Verdrängen und Erwachen - ein bildgewaltiges Gesellschaftspanorama einer symbolträchtigen Zeit: Berchtesgaden im Mai 1945. Die Lieblingsstadt des Führers kapituliert, die US-Amerikaner übernehmen die Regierung. Trotz ihres bescheidenen Englischs tritt die 19-jährige Sophie eine Stelle beim Military Government an, wo sie zum ersten Mal mit der ganzen Wahrheit über die deutschen Verbrechen konfrontiert wird. Sie trifft dort Menschen, die den Blick auf ihre eigene Familie verändern. Da ist ihr Chef, der jüdische Emigrant Frank, der mit den GIs in seine Heimat zurückkehrt, in der plötzlich alle »von nichts gewusst« haben wollen. Und seine Freundin, die glamouröse Kriegsreporterin Meg, die den Siegeszug der Alliierten mit ihrer Kamera begleitet. Der einst zum Tode verurteilte Rudolf Kriss, der nun Bürgermeister ist. Und der schwarze GI Sam, in den Sophie sich verliebt. Im Schatten
des Obersalzbergs kreuzen sich ihre Wege auf schicksalhafte Weise ...Das mitreißende Romandebüt der erfolgreichen Drehbuchautorin Carolin Otto zum 80jährigen Jubiläum des Kriegsendes.
Carolin Otto, 1962 in Hamburg geboren ist eine deutsche Drehbuchautorin und Filmregisseurin.Sie studierte an der HFF München und promovierte an der Bauhaus-Universität Weimar. Sie schrieb Drehbücher für zahlreiche Fernsehproduktionen, unter anderem für POLIZEIRUF 110 und TATORT. Außerdem ist sie Autorin und Regisseurin mehrerer Kinofilme, darunter auch DER WEISSE RABE, das filmische Porträt des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer. Seit 2019 ist sie Präsidentin der FSE (Federation of Screenwriters in Europe). BERCHTESGADEN ist ihr erster Roman.
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Harald Kleine Kracht
Sieh doch Blinder
Sonntag, den 5. Juli 2026
Beginn: 11.15 Uhr („Matinée in der Pfortmühle“)
Eintritt: 7,- € für Mitglieder (sonst 12,- € )

Ein historischer Roman im Jahr 1250 irgendwo im heutigen Ostwestfalen. Ein Werk, das nicht den gängigen Regeln der fiktionalen Buchschreibung folgt, mit hintergründigem Humor und tiefgründiger Introspektive, das auch vor der Erkenntnis über gesellschaftliche und menschliche Wahrheiten – damals wie heute - nicht Halt macht. Dabei bleiben wir dicht dran, an der jugendlichen Hauptfigur und ihrem Weg des Erwachsenwerdens als „Maulwurf unter Adlern“, mit dem Blick von innen und von außen.
Dem Autor darf man diesen Blick zutrauen, ist er doch mit einem Visus von 0,1 „Fachmann im Erleben des schlechten Sehens“. Dennoch, oder vielleicht deshalb, ist dies kein Buch, das belehren oder Mitleid erregen will, sondern eher ein Gedankenexperiment, wie anders oder ähnlich es vor fast 800 Jahren gewesen sein könnte, seinen Weg ins Leben zu finden, wenn man ihn nicht so deutlich sehen kann. „Sieh doch, Blinder“ richtet sich dabei nicht nur an den Protagonisten, sondern auch an alleanderen, die aus dem Blick verloren haben, dass wir zum „richtigen“ Sehen nicht nur unsere Augen gebrauchen. Der Autor hat seine Vorstellung davon auch sogar in einem gleichnamigen Lied verklanglicht.
Harald Kleine Kracht wurde 1967 im Münsterland geboren und lebt in Porta Westfalica. Nach dem Studium der öffentlichen Bundesverwaltung arbeitete er in verschiedenen Funktionen im mittleren Management. Stets strebte er nach Erweiterung des geistigen und sozialen Horizonts, da seine körperliche Sehfähigkeit seit Geburt auf 10 Prozent beschränkt war. So entdeckte er für sich immer mehr die Welt der Musik (Instrumentalist, Sänger, Texter, Komponist, Chorleiter) und auch des Theaters. Er machte eine Ausbildung zum Mediator BAFM, legte die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ab und war u.a. auch kaufmännischer Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens.
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