
Dr. Matthias Günther: Martin Heidegger – ein deutscher Mythos
Martin Heidegger gilt vielen als der bedeutendste Philosoph des 20. Jahrhunderts. Heidegger hat die grundlegenden Fragen nach Sinn und Existenz, Zeit und Tod auf eine ganz neue Weise gestellt und durch seine Antworten eine bis dahin nicht dagewesene Bestimmung des Menschen gegeben. Unverständlich bleibt dabei vielen, dass Heidegger sich öffentlich für den Nationalsozialismus engagiert und sich auch später nicht wirklich von diesem Engagement distanzierte. Wer war dieser Mann? In welcher Beziehung stehen Denken und politisches Handeln? In dem Vortrag wird versucht, anhand ausgewählter biographischer Daten, einer Filmsequenz sowie kurzer exemplarischer Interpretationen in Leben, Werk und Bedeutung Martin Heideggers einzuführen. Dabei wird zugleich eine Phase sowohl deutscher Philosophiegeschichte wie auch politischer Geschichte des letzten Jahrhunderts lebendig.
Dr. Matthias Günther hat Philosophie, klassische Philologie und Pädagogik studiert, promovierte 1998 in Bielefeld und ist seit 2002 Studienrat am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln (Fächer: Latein, Werte und Normen), seit 2004 auch Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Hildesheim. Veröffentlichungen u.a. „Kann man Heidegger verstehen? - Eine Rekonstruktion von Sein und Zeit“
Sonntag, den 8. November 2009
Beginn: 11.15 Uhr
Eintritt: 3,- für Mitglieder (sonst 4,50 €)
